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Offener Brief
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BPhD fordert bessere Prüfungsbedingungen

Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland fordert in einem offenem Brief an die Prüfungsämter, die  Organisation der Pharmazeutischen Prüfungen umfassend zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen mehr Planungssicherheit, bundesweit vergleichbare Prüfungsbedingungen und eine stärkere soziale Chancengleichheit.
AutorKontaktPZ
Datum 29.06.2026  14:30 Uhr

Konkret fordert der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD), die Termine des zweiten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung gebündelt und mindestens sieben Tage vor der ersten Prüfung bekannt zu geben, damit die Studierenden ihre Anreise besser planen können. Zwischen den einzelnen Prüfungen sollten zudem immer mindestens fünf Tage Abstand liegen, damit ausreichend Zeit zur Vorbereitung bleibt.

Für das Erste Staatsexamen spricht sich der Verband zudem für einen verpflichtenden Pausentag nach dem zweiten Prüfungstag aus, um die Belastung durch die vier aufeinanderfolgenden Prüfungstage zu reduzieren. Darüber hinaus fordert der BPhD, die Prüfungsergebnisse zeitnah und digital zu übermitteln, damit alle Studierenden sie gleichzeitig erhalten und ihren weiteren Studienverlauf ohne unnötige Verzögerung planen können.

Vergleichbarkeit, Transparenz und Objektivität

Um die mündlichen Prüfungen im Zweiten Staatsexamen bundesweit besser vergleichen zu können, fordert der Verband standardisierte Konzepte zur Durchführung und Bewertung. »Zusätzlich sollten vorab klare Erwartungshorizonte mit genauen Kriterien für den Ablauf und die Gewichtung der Inhalte festgelegt werden, um eine objektive Beurteilung zu sichern«, so der BPhD. Die Prüfungen sollten zudem umfassend und transparent dokumentiert werden, um Bewertungsentscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Bei Wiederholungsprüfungen soll außerdem sichergestellt werden, dass zusätzlich anwesende Beisitzer oder Prüfer nicht bereits eine frühere Prüfung desselben Studierenden abgenommen haben, »um eine möglichst objektive Bewertungsgrundlage zu gewährleisten.« Darüber hinaus spricht sich der Verband für die bundesweite Abschaffung von Prüfungsgebühren aus, um finanzielle Hürden abzubauen und die Chancengleichheit im Pharmaziestudium zu stärken.

»Es ist dem BPhD ein wichtiges Anliegen, dass diese strukturellen Aspekte zeitnah von den Landesprüfungsämtern oder den zuständigen Stellen angegangen werden.« Der Verband begrüße einen konstruktiven Ideen- und Meinungsaustausch und stehe für persönliche Gespräche jederzeit zur Verfügung.

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