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BPhD zu Änderungen der AAppO
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Erst anpassen, dann novellieren

Die Pharmaziestudierenden in Deutschland gehen die  geplanten Regelungen zur Anpassung der Approbationsordnung nicht weit genug. Sie fordern Nachbesserungen, setzen grundsätzlich aber nach wie vor auf eine komplette Novellierung. Das unterstreicht der Bundesverband (BPhD) in einer Stellungnahme.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 08.07.2026  14:30 Uhr
Erst anpassen, dann novellieren

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, hat die Bundesregierung ein Gesetz zur schnelleren Anerkennung von Berufsabschlüssen in Heilberufen beschlossen. Mit dem am 27. März vom Bundestag verabschiedeten Gesetz ergeben sich auch Anpassungen im Apothekerberuf. Die Umsetzung der im Gesetz angelegten Änderungen wird nun per Verordnung geregelt.

Diese beinhaltet unter anderem auch Anpassungen der Approbationsordnung für Apothekerinnen und Apotheker (AAppO). Den Pharmaziestudierenden gehen die darin angedachten Änderungen aber nicht weit genug. Sie fordern nach wie vor eine vollständige Novellierung der Approbationsordnung.

»Auch wenn einige längst notwendige Änderungen nun aufgegriffen wurden, kann diese Anpassung der AAppO aus Sicht des Bundesverbands der Pharmaziestudierenden in Deutschland e. V. (BPhD) die vollständige Novellierung nicht ersetzen«, unterstreicht der BPhD heute in seiner Stellungnahme zum Verordnungsentwurf.

Stoffgebiete

So sehe die Verordnung etwa eine Umbenennung einiger Stoffgebiete vor, um den Vorgaben der Richtlinie Folge zu leisten. Die Änderungen erfolgten dabei ohne inhaltliche Anpassungen in den aktuellen Stoffgebieten. Dies sei eine vertane Chance, so der BPhD. »Die AAppO braucht nicht nur neue Bezeichnungen für ihre Stoffgebiete, sondern grundlegende inhaltliche Veränderungen.«

Der BPhD fordert unter anderem, die nasschemischen Analysemethoden auf die praxisrelevanten Methoden zu reduzieren, um die Zeit zugunsten der instrumentellen Analytik zu nutzen. Außerdem solle eine stärkere Vermittlung ethischer Fragestellungen im Rahmen der Geschichte der Pharmazie stattfinden.

Ein Fokus soll zudem auf Mikrobiologie, Biochemie, Anatomie und Physiologie sowie die Vernetzung der Lehrinhalte aus Biopharmazie, Pharmazeutischen Technologie, Pharmakologie und Klinischen Pharmazie gelegt werden.

Die Anpassung der Inhalte der pharmazeutischen Biologie im Hauptstudium zugunsten neuer biogener Arzneimittel sei längst überfällig. Dabei sollten insbesondere gentechnisch hergestellte Arzneimittel und die Immunologie einen größeren Stellenwert erhalten und der klassischen Phytochemie hingegen weniger Zeit beigemessen werden.

Um diese Änderungen umzusetzen, ist es aus Sicht des BPhD notwendig, die Stunden des Hauptstudiums gleichmäßig (jeweils 20 Prozent der Stunden) auf die fünf Prüfungsfächer des zweiten Staatexamens zu verteilen. Darüber hinaus fordert der BPhD eine verbindliche Verankerung eines Nationalen kompetenzorientierten Lernzielkatalogs Pharmazie in der AAppO, »damit Studierende nicht nur Inhalte lernen, sondern über die gesamte pharmazeutische Ausbildung hinweg die für die Berufsausübung notwendigen Kompetenzen erlernen«.

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