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BMG-Mitteilung

Biontech/Pfizer reduzieren Impfstoff-Lieferungen in erster Junihälfte

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland verschieben sich geplante Lieferungen des wichtigsten Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer. Wie das Bundesgesundheitsministerium am heutigen Mittwochabend mitteilte, wird die zugesagte Liefermenge nach Angaben von Biontech in den ersten beiden Juni-Wochen reduziert. In den darauffolgenden Wochen soll dafür mehr als geplant geliefert werden.
dpa
Benjamin Rohrer
26.05.2021  20:20 Uhr

In der Mitteilung des BMG werden keine Gründe für die Planänderungen genannt. Das BMG berichtet lediglich, dass Biontech/Pfizer »Anpassungen der Lieferpläne« mitgeteilt hätten. Während in den Kalenderwochen 23 und 24 insgesamt rund 8,5 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer erwartet werden, sollen die Lieferungen ab dem 21. Juni wieder deutlich gesteigert werden: Denn in Kalenderwoche 25 und 26 werden jeweils rund 5,9 Millionen Dosen erwartet.

Insgesamt werde damit die Lieferzusage für das laufende Quartal eingehalten. Auf die Lieferungen an die Impfzentren der Länder soll die Verschiebung laut Ministerium keine Auswirkungen geben. Zu den Praxen erklärte das Ministerium, dass anstehende Zweitimpfungen dort gesichert seien.

Allerdings scheint es in den kommenden Wochen weniger Erstimpfungen in den Praxen zu geben. Das BMG erklärte zwar, dass es weiterhin Erstimpfungen geben solle. Wie in den Impfzentren seien in den nächsten Wochen aber auch in Praxen mehr Zweit- als Erstimpfungen zu erwarten. Schon zuvor hatten die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Deutsche Apothekerverband darüber informiert, dass die Praxen in der ersten Juni-Woche rund eine Million Biontech-Dosen weniger als geplant bekommen.

Laut einer aktuellen Übersicht des Ministeriums werden für das ganze zweite Quartal 50,3 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer erwartet. Dazu kommen sollen mindestens 12,4 Millionen Dosen von Astra-Zeneca sowie 10,1 Millionen Dosen von Johnson & Johnson und 6,4 Millionen Dosen von Moderna.

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