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Securpharm
BfArM will Fehlalarmen nachgehen

Je weniger Alarme, desto sicherer der Fälschungsschutz

Beim Scannen wird die Datenkombination der Rx-Schachtel mit den Packungsdaten im Securpharm-System abgeglichen. Liest der Scanner die Informationen aber falsch aus oder die jeweiligen Packungsdaten passen nicht vollständig zusammen, löst das Fälschungsschutzsystem einen Alarm aus. In dem Fall ist die Identität dieser Packung in der legalen Lieferkette unbekannt. Sind hingegen die Informationen aus dem Data-Matrixcode im Sercurpharm-System aufzufinden, gibt das Apothekensystem eine positive Rückmeldung. Der Apotheker kann dann das Medikamente sicher abgeben.

Bei diesem Prozess kommt es nach wie vor zu vielen unnötigen Fehlalarmen, wie die ABDA bereits im Mai bemängelt hatte. Um deren Zahl zu reduzieren, ist demnach unter anderem eine korrekte Einstellung des Scanners wichtig. Probleme können außerdem durch doppelte Ausbuchungen entstehen. Generell gilt: Je weniger Fehlalarme, desto besser funktioniert das Fälschungsschutzsystem.

Nach Angaben der Bundesvereinigung hatte die sogenannte Alertquote Anfang Mai 2020 in Deutschland 0,28 Prozent betragen. Im Vergleich dazu lag der EU-Durchschnitt im selben Abfragezeitraum bei 0,58 Prozent. Zu dem Zeitpunkt waren etwa 1,43 Milliarden Packungen im System registriert. Inzwischen bewegt sich die Alertquote hierzulande in Richtung 0,2 Prozent, EU-weit liegt der durchschnittliche Wert aktuell bei 0,52 Prozent. Derzeit sind knapp

1,5 Milliarden Packungen vom Securpharm-System erfasst.

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