CGM-Systeme messen mit Sensoren auf der Haut alle paar Minuten den Blutzucker. Die Messung erfolgt in der Interzellularflüssigkeit des Unterhautgewebes. Der Sensor überträgt die Daten an ein Empfangsgerät, muss dabei aber regelmäßig kalibriert werden. Wichtig zu beachten ist zudem, dass der Messwert aus dem Unterhautfettgewebe gegenüber dem im Blut gemessenen Wert zeitlich verzögert ist.
Derzeit nutzen überwiegend Menschen mit Typ-1-Diabetes die Geräte. Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Publikation empfehlen Personen mit Typ-2-Diabetes daher, mit ihrem Hausarzt zu besprechen, ob CGM eine sinnvolle Ergänzung der Therapie sein kann. »Wir hoffen, dass diese Forschung dazu beitragen wird, die nationalen Leitlinien zur Diabetesversorgung zu stärken und den Versicherungsschutz auszuweiten«, sagt Oser. So könne diese Technologie für die Millionen von Patienten, die davon profitieren könnten, leichter zugänglich werden.