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Qualität und Sicherheit
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Mindeststandards für Glucose-Messsysteme gefordert

Kontinuierliche Glucosemesssysteme (CGM) sind wichtiger Bestandteil einer modernen Diabetestherapie. Das betont ein Bündnis von Verbänden und Fachgesellschaften und verlangt spezifische, verbindliche Mindeststandards für die Messqualität der Geräte.
AutorKontaktPZ
Datum 04.08.2026  17:01 Uhr
Mindeststandards für Glucose-Messsysteme gefordert

CGM-Systeme sind elektronische Hilfsmittel zur kontinuierlichen Überwachung des Blutzuckerspiegels. Dabei misst ein am Körper angebrachter Sensor alle paar Minuten die Glucose-Konzentration im Gewebe und sendet die Daten an ein Empfängergerät, mittlerweile in der Regel eine App auf dem Smartphone. Vor allem Diabetes-Patienten unter einer intensivierten konventionellen Insulintherapie oder mit einer Insulinpumpe haben Anspruch auf ein solches Hilfsmittel.

»CGM-Systeme sind keine reinen Komfortprodukte, sondern sicherheitsrelevante Medizinprodukte. Ihre Werte beeinflussen Therapieziele, Insulindosierungen und zunehmend auch automatisierte Systeme«, sagt Dr. Guido Freckmann, Vorstandsmitglied der DDG-Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Technologie. »Deshalb brauchen wir transparente und vergleichbare Anforderungen an Messqualität und Methodik.«

Hintergrund der gemeinsamen Forderung mehrerer Fachgesellschaften und Verbände sind Studien, die auf Messvariationen hinweisen.  Drei moderne CGM-Systeme hätten bei denselben Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes teils unterschiedliche therapieentscheidende Kennzahlen geliefert, darunter die Zeit im Zielbereich, Zeiten mit Unter- oder Überzuckerungen und der Glucose Management Indicator (der aus CGM-Daten berechnete Schätzwert für die mittlere Glucoseeinstellung). »Gleicher Mensch, gleiche Stoffwechselsituation, aber je nach CGM-System können unterschiedliche Werte und Kennzahlen herauskommen«, bringt es Freckmann auf den Punkt.

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