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Typ-2-Diabetes
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Bessere Blutzuckereinstellung durch kontinuierliche Glucosemessung

Die kontinuierliche Glucosemessung hilft Menschen mit Typ-2-Diabetes, die kein Insulin verwenden, ihren Blutzucker besser zu kontrollieren. In einer Studie aus den USA hatten sie niedrigere HbA1c-Werte als die Kontrollgruppe mit Standardbehandlung.
AutorKontaktLina Müller
Datum 21.10.2026  09:00 Uhr

Auch Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, die kein Insulin anwenden, können von einem Gerät zur kontinuierlichen Glucosemessung (CGM) profitieren. Im Vergleich zu Patienten mit Standardversorgung verbrachten sie täglich rund fünf Stunden mehr im Blutzuckerzielbereich. Außerdem lagen die Werte des glykierten Hämoglobins (HbA1c) bei den CGM-Nutzern doppelt so häufig unter 7 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-amerikanische Studie, die im »New England Journal of Medicine« veröffentlicht wurde.

»Schätzungsweise 20 Millionen Erwachsene in den Vereinigten Staaten haben Typ-2-Diabetes und wenden kein Insulin an«, sagte die Erstautorin Professor Dr. Tamara Oser von der University of Colorado Anschutz in einer Pressemitteilung zur Studie. »Trotz der Fortschritte in der Behandlung erreichen viele nicht die Blutzuckerzielwerte.« Langfristig kann ein erhöhter Blutzuckerspiegel das Risiko für schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen wie Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen und Sehverlust erhöhen. »Daher ist es wichtig, dass wir die Versorgung aller Menschen mit Diabetes weiter verbessern.«

Studie untersucht Nutzen bei Therapie ohne Insulin

Bei insulinbehandelten Patienten zeigt das CGM Vorteile, schreiben die Forschenden in der Publikation. Sie untersuchten nun, ob die CGM-Systeme auch bei der Therapie ohne Insulin hilfreich sind. Das Team beobachtete dafür 26 Wochen lang 283 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, die diabetologisch in 22 US-amerikanischen Hausarztpraxen betreut wurden.

Tatsächlich sank der mittlere HbA1c-Wert bei der CGM-Gruppe innerhalb der Studiendauer von 8,8 ± 1,3 auf 7,2 ± 1,1 Prozent. In der Kontrollgruppe mit Standardversorgung verringerte er sich dagegen nur um durchschnittlich 0,7 Prozentpunkte von 8,7 ± 1,2 auf 8,0 ± 1,4 Prozent. Die CGM-Gruppe verbrachte zudem deutlich mehr Zeit im empfohlenen Zielbereich, einem Blutzuckerspiegel zwischen 70 und 180 Milligramm pro Deziliter. Ihr Zeitanteil lag um 21 Prozentpunkte höher als bei der Kontrollgruppe. Das 95-prozentige Konfidenzintervall betrug 16 bis 26 Prozentpunkte.

Wie funktionieren CGM-Geräte?

CGM-Systeme messen mit Sensoren auf der Haut alle paar Minuten den Blutzucker. Die Messung erfolgt in der Interzellularflüssigkeit des Unterhautgewebes. Der Sensor überträgt die Daten an ein Empfangsgerät, muss dabei aber regelmäßig kalibriert werden. Wichtig zu beachten ist zudem, dass der Messwert aus dem Unterhautfettgewebe gegenüber dem im Blut gemessenen Wert zeitlich verzögert ist.

Derzeit nutzen überwiegend Menschen mit Typ-1-Diabetes die Geräte. Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Publikation empfehlen Personen mit Typ-2-Diabetes daher, mit ihrem Hausarzt zu besprechen, ob CGM eine sinnvolle Ergänzung der Therapie sein kann. »Wir hoffen, dass diese Forschung dazu beitragen wird, die nationalen Leitlinien zur Diabetesversorgung zu stärken und den Versicherungsschutz auszuweiten«, sagt Oser. So könne diese Technologie für die Millionen von Patienten, die davon profitieren könnten, leichter zugänglich werden.

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