| Annette Rößler |
| 18.08.2026 07:00 Uhr |
»Pharmakon« erscheint sechsmal jährlich. Jede Ausgabe hat einen inhaltlichen Schwerpunkt, der aus unterschiedlichen Perspektiven aufbereitet wird. / © Avoxa
Um die Risiken von UAW zu minimieren, wird bei den BiTE meistens zu Therapiebeginn die Dosis schrittweise erhöht und es ist eine Prämedikation vorgesehen. Letztere beinhaltet in der Regel ein Corticosteroid, ein H1-Antihistaminikum und Paracetamol. Die Autorinnen weisen darauf hin, dass diesbezüglich ein häufiger Blick in die Fachinformationen vonnöten ist: Beispielsweise sei bei Teclistamab der Zeitraum, nach dem eine Wiederholung der Step-up-Dosen erforderlich ist, verlängert worden und bei Amivantamab die Prämedikation intensiviert worden. Um stets up to date zu sein, müsse die Anwendung daher regelmäßig überprüft und Therapieprotokolle müssten gegebenenfalls angepasst werden.
CAR-T-Zell-Therapien adressieren teilweise dieselben Targets wie BiTE, etwa BCMA beim Multiplen Myelom. Schließlich widmen sich die Autoren noch der Frage, ob bei einer Anwendung nacheinander zuerst der BiTE oder zuerst die CAR-T-Zelltherapie gegeben werden sollte. In diesem Fall solle erst die CAR-T-Zell-Therapie gegeben werden, lautet die Antwort. Gründe für diese Empfehlung seien eine mögliche Downregulation des Zielantigens sowie eine potenzielle T-Zell-Erschöpfung unter BiTE-Therapie, was die Wirksamkeit einer CAR-T-Zelltherapie mit demselben Target abschwächen kann.