Insgesamt rät die Kommission zu einer kritischen Nutzen-Risiko-Abwägung solcher Kombinationsmittel. Relevante kardiovaskuläre Gegenanzeigen und Risikofaktoren seien sorgfältig zu beachten. Bei ASS-haltigen Kombinationen sollten zusätzlich Hinweise auf eine mögliche Unverträglichkeit berücksichtigt werden.
»Ist nicht die Behandlung sämtlicher durch das Kombinationspräparat adressierter Symptome erforderlich, sollte geprüft werden, ob eine gezielte symptomatische Therapie mit geeigneten Monopräparaten ausreichend ist«, schließt die AMK und bittet weiterhin um Meldungen unter www.arzneimittelkommission.de, falls Patienten über Nebenwirkungen unter solchen Mitteln klagen. Auch die Herzstiftung rät von Pseudoephedrin-haltigen Erkältungsmitteln grundsätzlich ab. Besser auskurieren und auf klassische Einzelwirkstoffe setzen, lautet die Empfehlung.