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Purpura d’effort
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Belastungsspuren auf der Haut

Rötliche, juckende Flecken an den Unterschenkeln nach langen Wanderungen oder intensiver Belastung? Dahinter kann die sogenannte Purpura d’effort, auch Wanderkrätze genannt, stecken. Wie gefährlich ist sie und wie lässt sie sich therapieren oder besser noch vermeiden?
AutorKontaktCarolin Kühnast
Datum 29.06.2026  10:30 Uhr

Beine hochlegen und kühlen

Nach einer meist klinischen Diagnose der Purpura d’effort sollten die Betroffenen die Beine hochlegen, kühlen und sich in den kommenden Tagen ausruhen. Körperliche Schonung unterstützt den Heilungsprozess. Präventiv können womöglich leichte Kompressionsstrümpfe der Klasse 1 helfen, die Einblutungen bei anstehenden Wandertouren vorzubeugen. Eine Evidenz speziell für den prophylaktischen Einsatz bei Wanderkrätze gibt es jedoch nicht. Die Empfehlung beruht auf Fallberichten und Beobachtungen. Eine Überlastung sollte vermieden werden, beispielsweise durch regelmäßige Pausen während der Tour. Zudem ist eine ausreichend hohe Flüssigkeitszufuhr empfehlenswert.

Experten sprechen sich für mehr Aufmerksamkeit für die Purpura d’effort in der Sportmedizin aus. So lassen sich Fehldiagnosen vermeiden und die Betroffenen profitieren von der Information über den gutartigen Verlauf.

Da die Wanderkrätze meist selbstlimitierend ist, sind genaue Fallzahlen nur unzureichend dokumentiert. In einer Übersichtarbeit, die im Februar 2026 im »Clinical Journal of Sports Medicine« veröffentlicht wurde (DOI: 10.1097/JSM.0000000000001433), verglichen die Forschenden die Fälle von 111 Personen miteinander. Überwiegend waren Frauen mittleren Alters betroffen und auch eine Verbindung mit einer bereits bestehenden Venenerkrankung wurde deutlich. Laboruntersuchungen zeigten eine Entzündung der kleinen Kapillaren, was auf eine Vaskulitis hindeutet. Eine Mitbeteiligung des Immunsystems wurde durch das Fehlen von IgA-Ablagerungen ausgeschlossen.

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