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Zu Hause sterben
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Begleiten bis zum Lebensende

Die letzte Lebensphase zu Hause im Kreis der Lieben zu verbringen, kann einen würdevollen Abschied erleichtern. Mit kompetenter Unterstützung lässt sich das für viele Menschen realisieren.
AutorKontaktClara Wildenrath
Datum 04.09.2025  07:00 Uhr

Quälende Rasselatmung

Trotz aller medikamentösen Unterstützung bringt die Sterbephase meist Symptome mit sich, die für die Angehörigen schwer zu ertragen sind. Häufig verändert sich der Atem: Er kann schneller werden oder langsamer, unregelmäßig und durch Pausen unterbrochen. Oft entsteht beim Ausatmen ein rasselndes Geräusch, das durch Sekrete verursacht wird, die der Sterbende nicht mehr abhusten kann. Das klingt besorgniserregend, beeinträchtigt den Betroffenen aber in der Regel nicht. Erkennbar ist das an einem entspannten Gesichtsausdruck.

Echte Atemnot – das subjektive Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen – tritt im Vergleich dazu seltener auf. Sie ist meist kein Zeichen für einen Sauerstoffmangel, sondern für ein allmähliches Versagen der Atemmechanik. Durch die Gabe von Morphin (off Label) lassen sich Atemnotsymptome lindern. Viele Betroffenen empfinden darüber hinaus das Öffnen eines Fensters, einen Ventilator oder das Hochlagern des Oberkörpers als erleichternd. Ansonsten hilft alles, was zur Entspannung beiträgt: etwa eine sanfte Fußmassage und die eigene Gelassenheit.

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