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Pankreaskarzinom
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Bakterien und Pilze im Mund als Risikofaktoren

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine Erkrankung mit hoher Letalität. Zuverlässige Tools zur Risikoeinschätzung fehlen bisher. Eine Studie deutet nun an, dass das orale Mikrobiom Hinweise auf das Erkrankungsrisiko liefern könnte.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 17.10.2025  09:00 Uhr

Viele Fragen noch ungeklärt

Einschränkend muss ergänzt werden, dass eine externe Validierung des Scores schwierig ist, da die Erkrankung selten auftritt und sehr große Kohorten und lange Zeiträume notwendig sind. Zukünftig könnte der Score jedoch im Screening von Hochrisikopersonen eingesetzt werden.

Allerdings sind weiterhin einige Fragen zur Kausalität und und zu möglichen Mechanismen ungeklärt. Erhöhen die Bakterien und Pilze selbst oder deren Stoffwechselprodukte das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs? Oder lösen Veränderungen im Immunsystem durch die Erreger die Risikoerhöhung aus? Die Erforschung des oralen Mikrobioms, insbesondere der Pilze, steckt noch in den Kinderschuhen. Untersuchungen konnten bis dato lediglich einen Zusammenhang zwischen klinischer Candidiasis und Bauchspeicheldrüsenkrebs nachweisen.

Laut den Autoren ist das orale Mikrobiom jedoch ein vielversprechender Biomarker, um Personen mit hohem Risiko zu identifizieren. »Traditionell denken wir sehr gerne über Risikofaktoren wie Rauchen, Fettleibigkeit und Bewegung nach, aber das orale Mikrobiom leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur Biologie einer Person«, sagte Oberstein. »Wir müssen mehr über die Mundpflege nachdenken.«

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