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Wussten sie schon, dass ...?

22.12.2015  09:13 Uhr

... der Geist der Weihnacht in der Hirnrinde wohnt?

 

Von Annette Mende / Aus Dänemark, der Heimat des großen Märchen­erzählers Hans Christian Andersen, kommt dieser Tage eine beruhigende Nachricht. Forschern der Universität Kopenhagen ist es geglückt, den Geist der Weihnacht zu orten.

 

Er sitzt in der Hirnrinde, genauer gesagt im linken primären Motorcortex und Prämotorcortex, im rechten Parietallappen und beidseitig im somatosensorischen Cortex. Was er dort tut, wenn nicht gerade Weihnachten ist, konnten die Wissenschaftler um Anders Hougaard in ihrer im »British Medical Journal« erschienenen Studie allerdings nicht herausfinden (DOI: 10.1136/bmj.h6266).

 

Der Geist der Weihnacht wird allgemein beschrieben als ein Gefühl von Freude und Nostalgie, das einhergeht mit Assoziationen von Geschenken, angenehmen Düften und großen Mengen guten Essens. Wo genau diese Gefühle verortet sind, ermittelten die Forscher mittels funktioneller MRT-Aufnahmen von zehn Weihnachtsnostalgikern einerseits und ebenso vielen Weihnachtsmuffeln andererseits. Sie zeigten den Probanden Fotos mit beziehungsweise ohne Bezug zum Weihnachtsfest und maßen dabei die Hirnaktivität.

 

So schön dieses Ergebnis sein mag, lässt es doch auch Fragen offen. Ist die verstärkte Aktivität im somatosensischen Cortex der Grund dafür, dass Süßigkeiten in der Vorweihnachtszeit unwiderstehlicher wirken als sonst? Verstärkt Überbeanspruchung – etwa durch Spekulatius- und Stollenkonsum bereits ab Mitte August – dieses Gefühl? So lange die Antworten hierauf noch unbekannt sind, sei Weihnachtsgenießern geraten, sich nicht hemmungslos ihrer Stimmung hinzugeben, wenn sie eine übermäßige Gewichtszunahme an den Feier­tagen vermeiden wollen.

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