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Lückenhafte Versorgung in Deutschland

18.12.2012
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Von Daniel Rücker / Während manche Kassenvertreter zu viele Apotheken in deutschen Innenstädten ausgemacht haben wollen, machen sich die Kunden eher Sorgen über eine unzureichende Versorgung. Nach einer von Pharmatechnik in Auftrag gegebenen Forsa-Untersuchung ist jeder fünfte Bundesbürger der Ansicht, es gebe zu wenige Apotheken in seiner Umgebung.

Erwartungsgemäß gilt dies vor allem in den dünner besiedelten Regionen im Osten und Süden Deutschlands. In Bayern und Baden-Württemberg klagte jeder vierte Befragte über zu wenige Apotheken. In Orten mit weniger als 20 000 Einwohnern sagen sogar 28 Prozent der Befragten, es gebe zu wenige Apotheken.

 

Menschen in ländlichen Gebieten haben laut der Forsa-Befragung immer häufiger einen weiten Weg zur nächsten Apotheke. Jeder dritte Bewohner der fünf ostdeutschen Bundesländer muss 20 Minuten Wegstrecke zur Apotheke einplanen. Pharmatechnik-Geschäftsführer Dr. Mathias Schindl hält diese Entwicklung für schlecht: »An Wochenenden oder wie an den jetzt bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen haben nur Notdienstapotheken geöffnet. Damit müssen Patienten im Zweifel noch weitere Wege in Kauf nehmen, um dringend benötigte Medikamente zu erhalten.« /

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