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Schilddrüsenkrebs

Zulassung für Cabozantinib

11.12.2012
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Von Kerstin A. Gräfe / Die US-amerikanische Zulassungsbehörde hat ein neues Krebsmedikament zugelassen. Cabozantinib (CometriqTM, AstraZeneca) ist indiziert zur Behandlung von Patienten mit progressivem metastasierten medullären Schilddrüsenkarzinom. Die Zulassung für Europa ist beantragt.

Basis der US-Zulassung waren die Ergebnisse der EXAM-III-Studie, an der 330 Patienten mit fortgeschrittenem Malignom teilnahmen. Im Vergleich zu Placebo verlängerte Cabozantinib das progressionsfreie Überleben von 4,0 auf 11,2 Monate. Zudem reduzierte sich bei 27 Prozent der Patienten die Tumormasse. In der Kontrollgruppe wurde dieser Effekt nicht beobachtet. Ob Cabozantinib auch einen Einfluss auf das Gesamtüberleben hat, bleibt abzu­warten.

 

Cabozantinib ist ein Multikinasehemmer, der unter anderem RET, MET und VEGF-Rezeptor 2 hemmt. Er muss zwei Stunden vor oder eine Stunde nach dem Essen eingenommen werden. Wie auch bei dem Tyrosinkinase-Inhibitor Vandetanib, der im März dieses Jahres in dieser Indikation zugelassen wurde, gibt es zahlreiche Nebenwirkungen. Zu den häufigsten (bei mehr als 25 Prozent) zählen Durchfall, Bluthochdruck, Entzündungen und Geschwüre im Mund, Rötungen und Schwellungen der Finger, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Geschmacksstörungen, Übelkeit, Müdigkeit und Haarstrukturveränderungen. /

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