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Rote-Hand-Brief zu Advagraf und Prograf

09.12.2008  14:24 Uhr

Rote-Hand-Brief zu Advagraf und Prograf

PZ / Das Pharmaunternehmen Astellas hat zu den Präparaten Advagraf® und Prograf® einen Rote-Hand-Brief verschickt. Darin warnt der Hersteller vor Dosierungsfehlern bei den Immunsuppressiva, die beide den Wirkstoff Tacrolimus enthalten. Offenbar kam es zu Verwechslungen der Präparate und zu Dosierungsfehlern. Bei Prograf wird der Wirkstoff direkt freigesetzt. Daher muss es zweimal täglich genommen werden. Advagraf dagegen ist ein Retardpräparat und wird einmal täglich am Morgen genommen. Astellas will die Dosierungsanleitung in Zukunft deutlich auf der Umverpackung angeben. Fehleinnahmen führten zum Beispiel zur Abstoßung transplantierter Organe und Vergiftungen. Die Medikamente dürfen ohne sorgfältige therapeutische Überwachung nicht ausgetauscht werden, heißt es im Rote-Hand-Brief. Falls eine Umstellung nötig ist, muss ein Arzt mit Transplantationserfahrung diese vornehmen.

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