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Baden-Württemberg für Versandverbot

07.12.2016
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Von Brigitte M. Gensthaler / Die Landesregierung in Baden-Württemberg steht zur flächendeckenden, sicheren und wohnortnahen Arzneimittelversorgung. »Daran wollen wir keine Abstriche machen«, betonte Sozialminister Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen; Foto) bei der pharmazeutischen Tafelrunde der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg in Stuttgart.

 

Der persönliche Kontakt in der Apotheke, individuelle Beratung, Nacht- und Notdienste sowie viele weitere Dienstleistungen hätten einen hohen Stellenwert. Er kämpfe für die kleinen Versorgungsbereiche, sagte der Minister für Soziales und Integration.

»Daher kann ich kein Modell gutheißen, das Ihnen die Geschäftsgrund­lage entzieht.« Er sei gegen die Rosinenpickerei des Versandhandels. Das EuGH-Urteil werde die Nachfrage nach Medikamenten aus dem Ausland ankurbeln, befürchtet Lucha. Das sei kein Wettbewerb mit gleich langen Spießen mehr. Daher unterstütze die Landesregierung die Bundesratsinitiative für ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten. /

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