| Lukas Brockfeld |
| 11.05.2026 13:15 Uhr |
Der Grünen-Politiker Oliver Hildenbrand wird die Nachfolge von Manne Lucha als Gesundheitsminister im Ländle antreten. / © Imago/Arnulf Hettrich
Am 8. März gewannen die Grünen nach einer aufsehenerregenden Aufholjagd die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Inzwischen hat sich die Partei mit der CDU auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Am heutigen Montag will der designierte Ministerpräsident Cem Özdemir offiziell seine Minister vorstellen.
Der SWR hat schon zuvor aus Parteikreisen Details zur geplanten Zusammensetzung des Kabinetts erfahren. Demnach soll der Grünenpolitiker Oliver Hildenbrand neuer Sozial- und Gesundheitsminister werden. Damit folgt Hildebrand auf Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), der 2026 nicht erneut zur Landtagswahl antrat.
Hildebrand wird dem linken Flügel seiner Partei zugerechnet. Im Jahr 2021 gewann er mit 33,9 Prozent der Stimmen erstmals das Direktmandat im Wahlkreis Stuttgart III, das er 2026 mit 30,3 Prozent erneut gewinnen konnte. Der 1988 geborene Politiker war bereits Mitglied im Innen- und Sozialausschuss des Landtags und fungierte dort als Sprecher für Queerpolitik und für Innenpolitik.
Mit dem Thema Gesundheit hatte Hildebrand außerhalb der Politik bereits viel Kontakt. Nach dem Abitur absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Psychiatrischen Klinik und studierte im Anschluss Psychologie in Bamberg und Bonn.
Am Samstag betonte Hildebrand auf einem Sonderparteitag in Stuttgart, dass die neue Landesregierung die Strukturen stärken wolle, die die Menschen in Baden-Württemberg zusammenhalten. »Wir müssen dafür eintreten, dass wir es schaffen, unsere soziale Infrastruktur zu erhalten. Gerade in den schwierigen Zeiten, die auf uns zukommen, ist es ganz wichtig, ein soziales Netz zu haben, das trägt.« Die grün-schwarze Koalition habe in den kommenden Jahren viel zu tun. Der neue Koalitionsvertrag sei eine tragfähige und zugleich richtungsweisende Grundlage für die Arbeit der neuen Landesregierung.