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WIPIG fordert Honorar für Präventionsleistungen

03.12.2013  19:05 Uhr

Von Yuki Schubert / Das Wissenschaftliche Institut für Prävention im Gesundheits­wesen (WIPIG) fordert, dass die Apotheker stärker als Präven­ti­onsdienstleister anerkannt werden und ein Honorar für ihre Vorsor­geleistungen erhalten. Anlass für diese Forderung ist die im Koalitionsvertrag angekündigte Stärkung der Gesundheits­för­derung.

 

CDU/CSU und SPD wollen im nächsten Jahr ein neues Prä­ven­tionsgesetz auf den Weg bringen. Besonders in Kitas, Schulen, Betrieben und Pflegeheimen soll Prävention künftig eine größere Rolle spielen. Das WIPIG befürwortet das Vorhaben der Großen Koalition. Allerdings weist das Institut darauf hin, dass es trotz der Qualifikation von Apo­the­kern im Präventionsbereich immer noch an einer Honorierung für diese Dienstleistungen der Apotheke fehle.

 

Laut WIPIG-Sprecherin Cynthia Milz sind Apotheker bereits seit geraumer Zeit in verschie­denen Projekten aktiv. »Apotheker bieten beispielsweise Konzepte in Schulen und Kinder­gärten an, die zu gesunder Ernährung beitragen«, sagte sie. Margit Schlenk, Mitglied des WIPIG-Direktoriums, wünscht sich eine Vergütung für diese Leistungen. »Damit Patienten nicht mit den Kosten belastet werden, fordern wir eine Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung«, sagte sie. Dafür sei notwendig, Apotheker als Leistungserbringer in den sogenannten GKV-Leitfaden Prävention aufzunehmen. Dieses Papier bildet die Grundlage für die Präventionsleistungen der Krankenkassen. /

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