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Arzneimittelausgaben wachsen nur gering

04.12.2012
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Von Stephanie Schersch / Zwischen Januar und September 2012 hat die Gesetzliche Krankenversicherung rund 25 Milliarden Euro für Arzneimittel, Diagnostika und Impfstoffe ausgegeben. Das ist ein Plus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus Berechnungen des Informationsdienstleisters IMS Health hervorgeht.

Die Ausgaben wurden auf Basis der Apothekenverkaufspreise berechnet. Der Zwangsrabatt der Pharmahersteller wurde daher ebenso wenig herausgerechnet wie der Abschlag, den die Apotheker den Krankenkassen gewähren. Beide zusammen belaufen sich für die ersten neun Monate auf etwa drei Milliarden Euro. Auch Einsparungen aus Rabattverträgen und Patientenzuzahlungen wurden nicht berücksichtigt.

 

Die Anzahl der verordneten Packungen blieb weitgehend stabil (minus 0,1 Prozent). Die Preise waren mit einem Minus von 1,5 Prozent insgesamt leicht rückläufig. Dabei fiel der Umsatz im Festbetragsmarkt um 3,5 Prozent. Bei Arzneimitteln ohne Festbetrag stieg der Umsatz hingegen um 3,6 Prozent.

 

IMS Health hat auch die sogenannte Strukturkomponente untersucht, die Veränderungen im Verordnungsverhalten der Ärzte aufzeigt. Werden beispielsweise verstärkt neue, teure Arzneimittel verschrieben, schlägt sich das in einer positiven Strukturkomponente und entsprechenden Ausgabenzuwächsen nieder. In den ersten neun Monaten des Jahres lag dieser Wert bei plus 2,5 Prozent. Dabei gehen allein 1,4 Prozent auf den Wechsel zu größeren Packungen zurück. Eine solche Umstellung findet laut IMS Health insbesondere bei patentgeschützten Medikamenten statt, die zunächst in kleinen Packungen verordnet werden. Mit fortschreitender Etablierung der Therapie erfolge dann ein Wechsel zu größeren Einheiten. /

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