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29.11.2011
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Infos zu HIV speziell für Frauen

 

PZ / Eine Website zu frauenspezifischen Aspekten der HIV-Infektion hat jetzt die Deutsche Aids-Hilfe online gestellt. Die Themen auf www.frauenundhiv.info reichen vom Kinderwunsch HIV-positiver Frauen über Wechselwirkungen von HIV-Medikamenten mit hormonellen Verhütungsmitteln bis hin zu speziellen Informationen zum Schutz vor HIV für Sexarbeiterinnen. Die Seite informiert Interessierte in verschiedenen Rubriken wie »Übertragung & Schutz«, »Sexualität«, »HIV im Alltag«, »Behandlung«, »Lebenswelten« sowie »Kinderwunsch und Schwangerschaft«. Weblinks weisen den Weg zu weiteren Informationen, zum Beispiel auf anderen Websites und in Internetforen. Vertiefende Broschüren stehen zum Download bereit, können aber auch kostenlos in gedruckter Form bestellt werden.

 

Kranke Haut am Arbeitsplatz

 

PZ / Immer mehr Angestellte melden der Berufsgenossenschaft beruflich bedingte Hauterkrankungen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) verzeich­nete im Jahr 2010 einen Anstieg um mehr als 25 Prozent. Dass tatsächlich mehr Fälle auftreten, bezweifelt die BGW jedoch. Vielmehr sänken die Dunkelziffer sowie die Zahl schwerer Fälle, da sich die Betroffenen früher an die BGW wenden. »Aus Scham oder Angst vor Nachteilen am Arbeitsplatz haben viele ihre Erkrankung verheimlicht oder sie als nicht so gravierend angesehen, bis es zu spät war«, so Dr. Verena Kagel von der BGW. Im vergangenen Jahr gingen 6686 Verdachtsmeldungen aus Pflegeinrichtungen, Kliniken, Friseursalons und anderen Mitgliedsbetrieben ein. Personal in Apotheken, Laboratorien und Forschungsvorhaben mit überwiegend pharmakologischer Ausrichtung war mit weniger als 50 Fällen unterdurchschnittlich häufig betroffen, teilte die BGW der »Pharmazeutischen Zeitung« auf Anfrage mit. Häufig entstehen Hautprobleme durch wiederholten Kontakt mit reizenden und allergieauslösenden Stoffen, Wasser, das die Hautbarriere schwächt, oder zu langem Tragen von Schutzhandschuhen. In Apotheken sind laut BGW berufsbedingte Hauterkrankungen jedoch deutlich seltener als Stolper- und Sturzunfälle. Trotzdem sei professioneller Hautschutz unverzichtbarer Teil gesunden und sicheren Arbeitens in der Apotheke. Die BGW stellt zur Unterstützung verschiedene Informationen bereit.

 

Grippewelle: Herkunft unbekannt

 

PZ / Das Ergebnis einer neuen Studie lässt daran zweifeln, dass die Grippewelle in jedem Jahr von Ostasien ausgeht. Das hatte 2008 eine genetische Analyse von Influenzaviren aus der ganzen Welt ergeben. Forscher der Duke-Universität in Singapur stellten nun aber eine deutlich geringere evolutionäre Vielfalt bei ostasiatischen Influenzaviren fest, als nach der Theorie zu erwarten wäre, wie sie im Fachjournal »PNAS« berichten (doi: 10.1073/pnas. 1109314108). Nach der neuen Hypothese könnten die dominierenden Stämme der saisonalen Influenza aus jedem Gebiet der Welt stammen, in dem die klimatischen Bedingungen stimmen. Das hätte Folgen für die Impfstoffherstellung. Denn mindestens ein halbes Jahr vor Beginn der Grippesaison auf der Nordhalbkugel startet die Produktion mit den mutmaßlich vorherrschenden Virenstämmen – die nach der alten Hypothese vor allem in Ostasien gesucht werden. Sollte sich die neue Theorie erhärten, müsste der Fokus für die dominierenden Influenzastämme deutlich erweitert werden.

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