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Arzneimittelmarkt

Neuheiten mit Schwierigkeiten

30.11.2010  17:34 Uhr

Von Daniel Rücker / Neue Arzneimittel setzen sich im deutschen Markt langsamer durch als in anderen europäischen Ländern. Nach einer Untersuchung des Informationsdienstleisters IMS Health erreichen neue Wirkstoffe in Deutschland nach 12 Monaten einen geringeren Marktanteil als in Frankreich, Italien oder Spanien.

In Großbritannien läuft die Markteinführung allerdings noch schleppender. Dort haben Innovationen nach einem Jahr einen Marktanteil von unter 5 Prozent. In Deutschland sind es 7 Prozent. An der Spitze liegt Spanien, wo neue Arzneimittel nach einem Jahr im Durchschnitt auf einen Marktanteil von 25 Prozent kommen. Allerdings kommen in den romanischen Ländern Innovationen in der Regel später in den Markt. Außerdem gibt es dort heute schon eine Preisregulierung.

 

IMS-Chef Dr. Frank Wartenberg macht sich Sorgen, dass Deutschland als Markt für neue Arzneimittel durch das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) weiter an Boden verliert. Durch die mit dem AMNOG beschlossene frühe Nutzenbewertung könnte sich die Markteinführung neuer Medikamente verschieben oder bei einem schlechten Ausgang das Produkt stigmatisieren und darüber hinaus zu einem niedrigeren Preis des Medikaments führen. / 

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