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Kritik an Hautkrebs-Vorsorge

27.11.2007
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Kritik an Hautkrebs-Vorsorge

PZ / Der BKK-Landesverband Bayern kritisiert die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, ab 1. Juli 2008 flächendeckend eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung für alle Versicherten ab 35 Jahren anzubieten. »Das Hautkrebs-Screening ist effektiv, aber die Altersgrenze von 35 Jahren zu hoch«, sagte der BKK-Vorstandsvorsitzende Gerhard Schulte in München. Dabei stützt sich die BKK auf ihren Modellversuch zum Hautkrebs-Screening, an dem von April 2005 bis September 2006 über 100.000 Personen teilgenommen hatten. Nach der Auswertung von mehr als 92.000 Datensätzen wurde bei 0,15 Prozent der Untersuchten ein Melanom und bei 0,12 Prozent Vorstufen davon entdeckt, sagte Professor Dr. Wilhelm Stolz, Dermatologe und wissenschaftlicher Betreuer der Studie. Jeder fünfte Krebs betraf einen Mensch unter 35 Jahren. »Es wäre sinnvoller, die Vorsorge auf Risikogruppen zu begrenzen und dann in jüngeren Jahren zu beginnen«, sagte Schulte.

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