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Malaria-Impfung

Finanzierung für WHO-Pilotprojekt steht

23.11.2016
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Von Gerd Moser / Der erste Malaria-Impfstoff kann in einem Pilotprojekt in Afrika getestet werden: Wie die Welt­gesundheitsorganisation (WHO) in Genf mitteilt, ist die Finanzierung gesichert. Die Impfungen im Rahmen des Projekts sollen 2018 beginnen.

 

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria habe 15 Millionen US-Dollar (14,12 Millionen Euro) für das Projekt zugesagt, heißt es in einer Pressemitteilung der WHO. Damit sei die Finanzierung der ersten Phase des Programms garantiert. Weitere finanzielle Zusagen für die ersten vier Jahre des Projekts liegen demnach bereits vor: Von der Impfallianz Gavi kommen bis zu 27,5 Millionen US-Dollar (25,89 Millionen Euro) und von Unitaid 9,6 Millionen US-Dollar (9,04 Millionen Euro).

»Der Ersteinsatz dieses Impfstoffs der ersten Generation stellt einen Meilenstein im Kampf gegen Malaria dar«, sagte Dr. Pedro Alonso, Direktor des Welt-Malaria-Programms der WHO. »Dieses Pilotprojekt wird uns unter realen Einsatzbedingungen Befunde liefern, die wir benötigen, um entscheiden zu können, ob der Impfstoff in großem Umfang zum Einsatz kommen soll oder nicht.«

 

Die Vakzine Mosquirix® (RTS,S) des Unternehmens Glaxo-Smith-Kline zeigte in einer Sieben-Jahre-Follow-up-Studie zumindest einen kurzzeitigen Schutz vor der Infektion mit dem Parasiten Plasmodium falciparum. Laut WHO ist diese Plasmodium-Art der weltweit tödlichste Malaria-Erreger und in Afrika am weitesten verbreitet. Ein Nachteil des Impfstoffs ist, dass die Vakzine in vier Dosen appliziert werden muss, um einen Schutz zu erreichen. Trotz der nur moderaten Wirksamkeit hatte sich die WHO bereits vor einem Jahr dafür ausgesprochen, den Einsatz in einem Pilotprojekt zu testen. /

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