Pharmazeutische Zeitung online

Ebola-Informationen für öffentliche Apotheken

19.11.2014  09:48 Uhr

Von Daniela Hüttemann / Der Welt-Apothekerverband FIP hat für öffentliche Apotheken relevantes und verlässliches Informationsmaterial über Ebola zusammengestellt.

 

»Apotheken sind für viele Patienten und Menschen mit Gesundheitsproblemen der erste Kontakt mit dem Gesundheitssystem«, erklärt FIP-Generalsekretär Luc Besançon. »Angesichts des aktuellen Ebola-Ausbruchs in einigen westafrikanischen Ländern und der Möglichkeit der Ausbreitung in andere Teile der Welt ist es wichtig, dass das pharmazeutische Personal gut informiert ist. Vorbereitet sein ist der Schlüssel.«

 

Daher hat der FIP auf seiner Homepage Informationen und Leitlinien zusammengestellt, wie sich das pharmazeutische Personal verhalten sollte und helfen kann. Dazu gehören Informationen darüber, wie sich die Krankheit überträgt und wie sich das verhindern lässt. Apotheker sollten über nationale Ebola-Programme Bescheid wissen und das nächste Behandlungszentrum kennen. Der FIP sieht Apotheker auch als Schlüsselfigur bei der Aufklärung der Bevölkerung über die Erkrankung und zu Verhaltensregeln. Verdachtsfälle in der Apotheke sollten richtig eingeschätzt und gegebenenfalls an entsprechende Zentren verwiesen werden. Außerdem kann das pharmazeutische Personal die Bevölkerung mit Desinfektionsmitteln versorgen und zum Beispiel von der Anwendung blutverdünnender Arzneimittel wie ASS und Ibuprofen abraten, da bei Ebola ein hohes Blutungsrisiko besteht.

 

»Eine der wichtigsten Regeln, die wir gelernt haben, ist sicherzustellen, dass den Apothekern korrekte und schlüssige Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt werden«, sagt Mohamed Conteh-Barrat von der pharmazeutischen Aufsichtsbehörde in Sierra Leone. Die Krankheit kenne keine Grenzen und könne überall auf der Welt auftauchen. »Daher ist Wissen über die Infektion und darüber, wie man mit einem potenziellen oder tatsächlichen Fall umgeht und wie man sich sicher verhält, für jedes Land wichtig.« Verschiedene Merkblätter und eine Power-Point-Präsentation zur Mitarbeiterschulung stellt der FIP unter www.fip.org/ebola bereit. /

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