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MSV3-Schnittstelle

Immer mehr Apotheker stellen um

12.11.2014
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Von Daniel Rücker / Seit gut einem Jahr gibt es die MSV3-Schnittstelle. Sie soll Apothekern das Bestellen beim Großhandel erleichtern. Die Startphase war jedoch schleppend. In den ersten Monaten hatten nur wenige Apotheker das neue Angebot genutzt.

 

Jetzt geht es langsam aufwärts. Jeder dritte Apotheker bestellt mittlerweile über MSV3. Nach einer Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) wird die Zahl der Apotheker, die das neue System nutzen, deutlich steigen. 46 Prozent der vom IFH befragten Apotheker wurden bereits von ihren Software-Häusern auf die Schnittstellenumstellung hingewiesen. Bis alle Apotheker die MSV3-Schnittstelle nutzen, wird aber noch einige Zeit vergehen. Nach Angaben des IFH hat sich ein Viertel der Apotheker noch gar nicht mit der Umstellung befasst.

 

Dass es noch so viele sind, die mit dem alten System beim Großhandel bestellen, ist nur schwer nachzuvollziehen. Die meisten Anwender sind nämlich sehr zufrieden. Rund 80 Prozent der Apotheker, die mit der neuen Schnittstelle arbeiten, sehen die Umstellung positiv. MSV3 erleichtere den Bestellvorgang. Besonders gelobt werden Schnelligkeit, Stabilität und Benutzerfreundlichkeit der neuen Schnittstelle.

 

Ein wesentlicher Unterschied zur bisherigen Technik ist das schnelle, internetbasierte Protokoll und die dazugehörigen vereinheitlichten Webservices des Großhandels. Bislang erfolgte die Kommunikation der Apotheke mit ihrem Großhändler über eine deutlich langsamere ISDN-Telefonleitung. Von der Umstellung sollen nicht nur die Marktpartner profitieren, sondern auch die Apothekenkunden. Großhändler, Apotheker und Softwarehäuser erwarten von der Umstellung auf MSV3 eine deutlich bessere Lieferfähigkeit der Apotheken. /

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