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KBV

Erste Praxen bald an digitales Netz angebunden

30.10.2017
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Von Jennifer Evans / Bahn frei für den Start der bundeseinheitlichen Telematik-Infrastruktur: Die Kassenärzte sehen sich bei der Vernetzung der Leistungserbringer im Gesundheitswesen voll im Zeitplan.

 

Im kommenden Jahr werde die Struktur stehen, betonte Thomas Kriedel vom Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Hintergrund seiner Stellungnahme ist die anhaltende Kritik, die die Selbstverwaltung für Verzögerungen bei der gesetzlich vorgeschriebenen Einführung der digitalen Infrastruktur verantwortlich macht. Dies sei nicht der Fall, so Kriedel. Die Selbstverwaltung trage nicht allein Schuld daran, dass der Prozess schleppend verlaufe. »Die Effizienz der Strukturen, was die Selbstverwaltung in der Gematik betrifft, hat sich inzwischen deutlich verbessert. Wir sind da schnell geworden«, sagt er. Die Gematik ist eine von den Selbstverwaltungspartnern im Gesundheitswesen gegründete Gesellschaft. Sie kümmert sich um die technische Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Für Ursachen des zeitlichen Rückstands hält Kriedel vielmehr die zahlreichen Regulierungen und langsamen Prozesse der Industrie. Er sieht nun die Politik in der Pflicht, erneut zu überdenken, ob die angestrebten Sicherheitsstandards hierzulande wirklich effizient seien. Möglicherweise sei es ratsamer, die in der EU bereits geltenden Regelungen einfach zu übernehmen. /

 

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