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Bundesrats-Ausschuss gegen OTC-Triptane

29.10.2013
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Von Anna Hohle / Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats hat sich dagegen ausgesprochen, die beiden Triptane Sumatriptan und Zolmitriptan aus der Verschreibungspflicht zu entlassen.

 

Im Juni hatten verschiedene Bundesministerien vorgeschlagen, die Arznei­mittel­ver­schrei­bungs­ver­ord­nung entsprechend zu ändern. Der Ausschuss empfahl dem Bundesratsplenum nun, diesem Vorschlag in seiner nächsten Sitzung nicht zu folgen.

 

Der Vorstoß der Ministerien enthalte nicht ohne Grund die Maßgabe, dass die Mittel nur dann rezeptfrei abgegeben werden dürfen, wenn die Migräne ärztlich diagnostiziert wurde, so der Ausschuss. Diese Einschränkung sei ein Zeichen dafür, dass die Wirkstoffe ohne ärztliche Überwachung gefährlich sein können. Ohne Rezept könne sich der Apotheker jedoch nur schwer vergewissern, ob der Patient wirklich ärztlich überwacht wird.

 

Darüber hinaus würde der Vorschlag der Ministerien die Regelungen zu Triptanen vollständig unverständlich machen, klagt der Ausschuss. Einige sind zurzeit komplett verschrei­bungs­pflichtig, für andere gelten Teilausnahmen. Mit der erneuten Änderung seien die Bestimmungen endgültig nicht mehr zu überblicken und »Fehleinschätzungen in der Praxis vorprogrammiert«, so der Ausschuss. Am 8. November wird das Plenum des Bundesrats über den Vorschlag der Ministerien entscheiden. /

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