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USA

Nintedanib bei Lungenfibrose zugelassen

22.10.2014  07:36 Uhr

Von Sven Siebenand / Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Wirkstoff Ninte­danib zur Therapie der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) zugelassen. Das meldet Hersteller Boehringer Ingelheim. Der Zulassungsantrag bei den europäischen Behörden für Nintedanib zur Behandlung der IPF wurde bereits eingereicht.

 

IPF ist eine chronische, progredient verlaufende Lungenerkrankung unbekannter Ursache, welche die Patienten schwer beeinträchtigt und die in der Regel tödlich verläuft. Die Prävalenz der seltenen Erkrankung beträgt schätzungsweise 2 bis 29 Patienten pro 100.000 Menschen. Grundlage für die US-Zulassung sind unter anderem die Studienergebnisse der beiden INPULSIS™-Studien. So zeigten gepoolte Daten aus beiden Studien unter Placebo einen Verlust der forcierten Vitalkapazität (FVC) von 223,5 ml. Unter Nintedanib hingegen verringerte sich die FVC nur um 113,6 ml.

 

Als häufigste Nebenwirkung kann es unter der Behandlung zu Diarrhö kommen. Diese war jedoch zumeist von leichter bis mittelschwerer Intensität und gut beherrschbar.

 

Nintedanib ist ein Tyrosinkinase- Inhibitor, der unter anderem die Rezeptoren von drei Wachstumsfaktoren inhibiert: den Vascular Endothelial Growth Factor Receptor (VEGFR), den Fibroblast Growth Factor Receptor (FGFR) sowie den Platelet-derived Growth Factor Receptor (PDGFR). Durch Blockade dieser Rezeptoren werden Signalwege gehemmt, die an Pathomechanismen der IPF beteiligt sind. /

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