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Direktabrechnung auch für PKV-Versicherte

18.10.2016  15:27 Uhr

Die Delegierten des Deutschen Apothekertags sprechen sich dafür aus, dass auch den Versicherten der Privaten Krankenversicherungen ermöglicht wird, Arzneimittel in jeder Apotheke im Wege der Direktabrechnung zu beziehen.

 

Es sei inzwischen ein Problem, dass manche Patienten die Kosten von hochpreisigen Arzneimitteln nicht mehr vorfinanzieren können, berichtete Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, der den Antrag gestellt hat. Wenn eine Direktabrechnung in jeder Apotheke möglich ist, festige dies die freie Apothekenwahl der Privatversicherten.

 

»Die Direktabrechnung ist ein großes Thema für uns, denn der Versandhandel bietet dies an«, sagte DAV-Vorsitzender Fritz Becker. Dieser Antrag beinhaltet, dass die Patienten selbst mit ihrer Krankenversicherung vereinbaren können, ob die Apotheke direkt mit der Versicherung abrechnen kann. Der DAV strebe darüber hinaus an, dass die Apotheke im konkreten Fall per Online-Abfrage über eine sichere Verbindung bei der Versicherung anfragen kann, ob bei Rezeptbelieferung eine Direktabrechnung möglich ist. Dies gebe der Apotheke zudem Sicherheit bei der Frage, welchen Kostenanteil die Versicherung im konkreten Fall übernehmen wird und welchen Restbetrag der Patient noch in der Apotheke zu zahlen hat. /

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