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18.10.2011  15:31 Uhr

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Schlankheitsgen entdeckt

 

PZ / Ist ein bestimmtes Enzym des Fettsäureabbaus inaktiv, bleiben Mäuse trotz fettreicher Ernährung schlank. Da das Enzym Kurzketten-3-Hydroxyacyl-CoA-Dehydrogenase (Schad) auch bei Menschen an der Fettverdauung beteiligt ist, bietet die Entdeckung einen möglichen Ansatzpunkt für künftige Therapien der Adipositas. Wie eine Forschergruppe um Professor Dr. Annette Schürrmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung im Fachblatt »Endocrinology« schreibt, können Mäuse ohne Schad mittel- und kurzkettige Fettsäuren nicht vollständig abbauen (doi: 10.1210/en.2011-1547). Versuchstiere, denen das Gen für Schad entfernt worden war, schieden vermehrt Acylcarnitine über den Urin aus und verbrannten kompensatorisch mehr Fettsäuren als die Kontrolltiere. Dadurch stieg ihre Körpertemperatur. Im Ergebnis hatten Mäuse ohne das Schad-Gen ein vergleichsweise geringes Körpergewicht und eine deutlich geringere Körperfettmenge.

 

Juckreiz ist ansteckend

 

PZ / Einem anderen dabei zuzusehen, wie er sich kratzt, erzeugt auch beim Beobachter Juckreiz. Besonders leicht lassen sich Patienten mit atopischer Dermatitis vom Juckreiz anderer anstecken. Das schreiben Forscher um Gil Yosipovitch von der US-amerikanischen Wake Forest Universität im »British Journal of Dermatology« (doi: 10.1111/j.1365-2133.2011.10318.x). Die Wissenschaftler zeigten Atopikern und gesunden Vergleichspersonen Videos mit sich kratzenden Personen. Zuvor hatten sie die Unter­arme der Studienteilnehmer mit Histamin- oder Kochsalzlösung behandelt. Auch nach der eigentlich wirkungslosen Kochsalz-Applikation reagierten die Probanden auf den optischen Stimulus mit Juckreiz, Atopiker deutlich heftiger als Gesunde.

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