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Vermögensaufbau

Strategisch richtig sparen

04.10.2011
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Apobank / Die Finanzplanung ist essenzieller Bestandteil der Lebensplanung. Denn entsprechend den persönlichen Wünschen und Zielen müssen auch die Finanzen aufgestellt werden. Hierbei sollten Apotheker strategisch und mit Konzept vorgehen.

Möchte ich irgendwann eine eigene Apotheke besitzen? Zieht es mich in die pharmazeutische Forschung? Wann ist der beste Zeitpunkt, um in den Ruhestand zu gehen? Fragen wie diese stellen sich für jeden Apotheker im Laufe seines Berufslebens.

 

Mit der passenden Antwort darauf sollte er nicht allzu lange warten. Denn egal, für welche Lebensplanung er sich entscheidet, benötigt er eine finanzielle Strategie, um seine persönlichen Vorstellungen realisieren, seinen Lebensstandard im Alter halten und Versorgungslücken verhindern zu können.

 

Geld nicht kurzfristig in Aktien anlegen

 

Hierbei sollten einige Grundsätze beachtet werden:

 

Legen Sie nur solche Beträge in Aktien an, von denen Sie wissen, dass Sie sie kurz- oder mittelfristig nicht unbedingt benötigen. Notverkäufe enden häufig mit Verlusten.

Bewerten Sie immer Ihre Investitionen von heute in die Zukunft und vermeiden Sie das »Argumentieren mit Beständen«. Entscheidend ist die künftige Ertragserwartung.

Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne. Eine Händlerweisheit besagt: Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen.

Streuen Sie Ihre Anlage – sowohl über verschiedene Anlageklassen als auch über verschiedene Anlageregionen. So können auch risikoreiche Anlagen insgesamt risikomindernde Auswirkungen haben, wenn die Ertragsentwicklung zeitlich nicht gleich läuft.

 

Viele Anleger scheuen zwar aufgrund der aktuellen Situation an den Finanzmärkten vor den renditestarken, aber auch potenziell risikoreichen Aktien zurück. Die vorsichtige Beimischung dividendenstarker Qualitätsaktien ist jedoch sinnvoll: So ist zum Beispiel das Risiko einer Renten-/Aktienmischung im Verhältnis 80:20 geringer als das Risiko eines reinen Rentendepots. Obendrein erhöht sich die Renditeerwartung. Wie man sein Portfolio diversifizieren kann, zeigt die unten stehende Grafik.

 

Ein ganz wesentlicher Aspekt ist auch der Kaufzeitpunkt. So kann ein ungünstiger Einstiegskurs direkt einige Prozentpunkte an Rendite kosten. Wer dieses Risiko meiden will, schließt einen Fondssparplan ab.

 

Risiken an die aktuelle Lebensphase anpassen

 

Anleger sollten neben der Beherzigung der Grundregeln zudem darauf achten, dass ihre Berater einen Best-Advice-Ansatz verfolgen. Das heißt, sie sollten Zugang zu allen am Markt verfügbaren Wertpapieren haben – ganz unabhängig davon, wer sie emittiert.

 

Nur so können die Wertpapiere empfohlen werden, die am besten den individuellen Zielen des Anlegers entsprechen.

 

Nicht zuletzt spielt bei der Gestaltung des privaten Vermögensaufbaus auch die aktuelle Lebensphase eine wichtige Rolle. Wer viele private Verpflichtungen (Familie, berufliche Existenzgründung, Hausbau) hat, sollte vorsichtiger kalkulieren als ein Single mit geringeren Fixkosten.

Darüber hinaus ist auch das Lebensalter von Bedeutung. Grundsätzlich lohnt es sich, frühzeitig mit dem Vermögensaufbau zu beginnen. So profitiert man vom Zinseszinseffekt und potenzielle Kursschwankungen lassen sich bei längerfristigen Wertpapieranlagen besser wieder ausgleichen. Eine Faustformel für den prozentualen Aktienanteil lautet deshalb: 100 minus Lebensalter.

 

Unter dem Strich bleibt festzuhalten: Das Thema »Geldanlage« ist komplex. Wer strategisch richtig sparen will, sollte sich intensiv mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinandersetzen und gemeinsam mit Experten die passende Strategie suchen.

 

Dass sich das lohnt, wusste schon Rockefeller. Der reiche US-amerikanische Unternehmer sagte einst: »Eine Stunde über sein Geld nachzudenken, kann ertragreicher sein, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.« /

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