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04.10.2011
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Hypertonie: Neues Sartan vor der Zulassung

 

PZ / Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur EMA empfiehlt, den Angiotensin-II-Antagonisten Azilsartan zuzulassen. Das meldet Hersteller Takeda Pharma. Das Azilsartan-haltige Präparat Edarbi® ist einmal täglich einzunehmen und soll zur Therapie der essenziellen Hypertonie zum Einsatz kommen. Azilsartan senkt den Blutdruck durch die Blockierung des Hormons Angiotensin II, entweder in Monotherapie oder in Komedikation mit anderen Antihypertensiva. Die Zulassungsempfehlung basiert auf den Daten von neun Phase-III-Studien mit rund 7000 Hypertoniepatienten. Die am häufigsten beobachteten therapieassoziierten Nebenwirkungen waren Schwindel, ein Anstieg des Blutwertes der Kreatinphosphokinase und Diarrhö.

 

Ticagrelor: Erstes Mittel passiert Nutzenbewertung

 

PZ / Als erster Wirkstoff hat Ticagrelor (Brilique® von Astra-Zeneca) die Kosten-Nutzen-Bewertung durchlaufen – mit durchwachsenem Ergebnis. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bescheinigte dem reversiblen Thrombozytenaggregationshemmer (TAH) einen partiellen Nutzen. Astra-Zeneca wollte den Zusatznutzen von Brilique gegenüber vier Vergleichstherapien belegen. Das IQWiG stellte jedoch lediglich in einer Indikation einen »beträchtlichen Zusatznutzen« fest: Patienten mit instabiler Angina Pectoris oder mit einem »leichteren« Herzinfarkt ohne typische EKG-Veränderungen (NSTEMI) profitieren. Unter Ticagrelor sank ihr Risiko für Todesfälle und Herzinfarkte stärker als unter der bisherigen Standardtherapie, dem irreversiblen TAH Clopidogrel. In den drei anderen Indikationen sei dagegen kein zusätzlicher Nutzen erkennbar, so IQWiG.

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