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Apotheker fordern einheitliches Entlassrezept

23.09.2014
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PZ / Der Gesetzgeber soll ein einheitliches Entlassrezept aus dem Krankenhaus einführen, das Patienten den problemlosen Übergang von der stationären in die ambulante Arzneimittelversorgung erleichtert.

 

Das hat die Hauptversammlung der deutschen Apotheker in München gefordert. Ein entsprechender Antrag wurde mit großer Mehrheit und ohne jegliche Diskussion von den Delegierten angenommen. Hintergrund dieser Forderung ist, dass Patienten bei der Entlassung aus dem Krankenhaus zunächst einen niedergelassenen Arzt aufsuchen müssen, um ein Rezept über die benötigte Medikation zu erhalten. Das bereite ab Freitagnachmittag Probleme, heißt es in der Antragsbegründung.

 

Als Lösung fordern die Apotheker ein »einheitliches, standardisiertes Entlassrezept auf Wirkstoffbasis für GKV-Versicherte, PKV-Versicherte und Selbstzahler, ausgestellt von im Krankenhaus tätigen Ärzten«, das in der Apotheke eingelöst werden könne. Dies stelle sicher, dass aus dem Krankenhaus entlassene Patienten an jedem Wochentag rund um die Uhr mit Arzneimitteln versorgt werden können. Die gesetzliche Vor­gabe zur Verordnung der kleinsten Packungsgröße für Krankenhausärzte würde den niedergelassenen Ärzten die schnelle Möglichkeit der Umstellung auf Standard-Dauertherapien eröffnen. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Krankenhäuser von der Verpflichtung der Mitgabe von Medikamenten entlastet werden, deren Kosten sie derzeit nicht erstattet bekommen. /

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