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EuGH-Urteil zum Parallelhandel

23.09.2008
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EuGH-Urteil zum Parallelhandel

PZ / Der britische Konzern GlaxoSmithKline (GSK) darf Lieferungen von Medikamenten an Pharmagroßhändler beschränken, um den Parallelhandel zu unterbinden, urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in der vergangene Woche. Die griechische Glaxo-Tochter hatte Bestellungen griechischer Großhändler nicht mehr ausgeführt, um zu verhindern, dass ihre Produkte in Länder mit höheren Arzneimittelpreisen exportiert werden. Dagegen hatten die Großhändler geklagt. Der EuGH urteilte nun, Glaxo würde seine marktbeherrschende Stellung nur missbrauchen, wenn er auch Lieferungen in üblichen Mengen zur Versorgung des heimischen Marktes verweigern würde. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrüßte das Urteil als einen »guten Kompromiss«, der es Pharmaunternehmen ermögliche, im europäischen Arzneimittelhandel ihre Interessen zu schützen.

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