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ARZ-Haan

Konzern sieht sich gut aufgestellt

04.09.2012  18:21 Uhr

Von Ulrike Abel-Wanek, Düsseldorf / Trotz der angespannten Lage des Apothekenmarktes zog der Vorstand des Rezept­abrechnungs-Dienstleisters ARZ Haan AG ein positives Fazit für das Geschäftsjahr 2011. Vor allem neue Geschäftsfelder brachten Schwung in die Konzerngruppe.

Bereits Mitte des vergangenen Jahres hatte die ARZ Haan AG 75 Prozent der Lauer-Fischer GmbH an die Compu Group Medical AG verkauft. Insgesamt sei deshalb ein Rückgang der Umsätze zu verzeichnen, sagte ARZ Haan-Vorstand Siegfried Pahl auf der Hauptversammlung des Konzerns in Düsseldorf. Mit Blick auf die neuen Geschäftsfelder könne dennoch ein positives Fazit für das zurückliegende Jahr gezogen werden. Vor allem die AZH-Abrechnungszentrale für Hebammen GmbH (AZH), die seit Juli 2011 mehrheitlich zur ARZ-Gruppe gehört, verzeichne gestiegene Umsatzzahlen und Kundenzuwachs.

Auch die RZH Rechenzentrum für Heilberufe GmbH konnte 2011 Umsatz und Ergebnis steigern. Sie übernimmt für mehr als 30 unter­schiedliche Berufsgruppen aus dem Pflege-, Hilfs- und Heilmittelmarkt sowie den Rettungs- und Krankentransportdiensten Abrechnungs- und Finanzierungsdienstleistungen. Ungebremst expandieren würde dieser heterogene Markt jedoch nicht, heißt es im Geschäftsbericht. Durch eine immer stärkere Differenzierung entsprechender Angebote gelinge es der RZH jedoch, sich im Markt zu profilieren.

 

Das Kerngeschäft sei nach wie vor die Rezeptabrechnung für Apotheken, sagte Pahl. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation der Individualapotheken blieb dieser Bereich bisher weitestgehend stabil. 2011 hat die ARZ Service GmbH 74,5 Millionen Rezepte abgerechnet – im Vorjahr waren es mit 74,8 Millionen etwas mehr gewesen. Der durchschnittliche Rezeptwert ist ebenfalls leicht rückläufig. Er beträgt aktuell 71,80 Euro gegenüber 71,90 Euro im Jahr 2010.

 

Pahl zeigte sich dennoch zufrieden. Dank der zum Teil erheblichen Investitionen in bestehende Geschäftsbereiche, aber auch in Neuprodukte und Prozessoptimierungen sei der Konzern gut aufgestellt. So entwickelte sich der Aktienkurs kontinuierlich positiv. Nach 28,99 Euro im Vorjahr ist 2011 ein Anstieg auf 36,21 Euro je Aktie zu verzeichnen.

 

Durch den Verkauf der Lauer-Fischer-Anteile und den Umstand, dass die AZH nur mit Werten aus dem zweiten Halbjahr in die Konzernbilanz eingeflossen ist, verringerten sich die Umsatzerlöse des Konzerns von 87,5 Millionen Euro (2010) auf 63,2 Millionen Euro.

 

Synergien nutzen

 

Die ARZ-Tochter Com.med GmbH konnte 2011 die notwendigen Projektabschlüsse nicht realisieren. Das Unternehmen, das Informationssysteme für Krankenhäuser und Rehakliniken herstellt, wurde deshalb zum Jahreswechsel 2011/2012 verkauft. /

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