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CDU schlägt »rollende Apotheken« vor

04.09.2012  18:21 Uhr

Von Stephanie Schersch / Der CDU-Bundesvorstand hat sich dafür ausgesprochen, die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung auf dem Land auch mithilfe von Apothekenbussen sicherzustellen. In einem Leitantrag an den Parteitag der Christdemokraten, der Anfang Dezember in Hannover stattfinden wird, ist die Rede von »rollenden Verkaufsläden, Apotheken und Banken«, die dazu beitragen sollen, dass auch strukturschwache Regionen attraktiv bleiben.

»Für all dies müssen die rechtlichen Grundlagen und die Finanzierung gesichert werden«, heißt es. Hemmende Vorschriften müsse man konsequent ändern oder streichen. Als Beispiel nennt der Vorstand die Straßenverkehrsordnung. Sie erlaube mobile Verkaufsflächen nur in sehr engen Grenzen. Damit werde »gerade in ländlichen Gebieten die Nahversorgung durch mobile Dienste erschwert«.

 

Deutliche Kritik

 

Der Apothekerverband Brandenburg (AVB) hat den Vorstoß des CDU-Vorstands deutlich kritisiert. Derzeit kämpften die Apotheker für eine bessere Vergütung ihrer Leistungen. Würde die Politik die Honorarforderungen erfüllen, dann »ist die Arzneimittelversorgung auf dem Land, in städtischen Regionen und den Ballungsräumen gesichert und es müssten keine neuen Versorgungswege finanziert und Gesetze geändert werden«, schreibt der AVB in einer Pressemitteilung. Der Verband fürchtet zudem eine Liberalisierung des Arzneimittelvertriebs. Schließlich könnten insbesondere konzernartige Unternehmen einen Fuhrpark für Apothekenbusse betreiben, so der AVB. / 

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