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Wolf fordert mehr Verbraucherschutz

02.09.2008  14:17 Uhr

Wolf fordert mehr Verbraucherschutz

ABDA / Die Gefahr für Verbraucher steigt, im Internet gefälschte oder minderwertige Arzneimittel zu erwerben. Dabei nutzen immer mehr Betrüger die geringe Kontrolle dieses Mediums, um sich mit immer aggressiveren Methoden zu bereichern.

 

Das ist das Ergebnis des »Brandjacking Index« des auf Markenschutz spezialisierten Unternehmens MarkMonitor. »Gesundheit und Leben von Menschen sind vielen Internetbetrügern offenbar total egal«, konstatiert Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, und fordert zugleich die Politik zum Handeln auf: »Wir brauchen schärfere Kontrollen und mehr Sicherheit für den Verbraucher. Frei erfundene Qualitätssiegel sind nicht mehr als Feigenblätter. Der Versandhandel mit Arzneimitteln muss in Deutschland auf das europarechtlich zulässige Maß zurückgeführt werden; der Banalisierung der Medikamentenversorgung durch Drogerien und Einzelhandelsketten muss ein Riegel vorgeschoben werden.«

 

Laut »Brandjacking Index« haben sich auch die Zugriffszahlen auf fragwürdige Internetseiten seit 2007 verdreifacht. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der rund 3000 untersuchten Internet-Apotheken schützen die Daten ihrer Kunden nicht und gefährden so deren Identitätsinformationen. Rund 60 Prozent der im Jahr 2007 untersuchten, meist zweifelhaften Online-Apotheken sind immer noch aktiv. Basis der Daten ist die Analyse der Angebote sechs führender Medikamente.

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