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Hilfsorganisationen

Apotheker im Einsatz

17.08.2017
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Von Brigitte M. Gensthaler / In guter Tradition sind die Hilfs­organisationen Apotheker Helfen und Apotheker ohne Grenzen wieder bei der Expopharm vertreten. Sie nutzen die Fachmesse, um mit Kollegen und anderen Ausstellern ins Gespräch zu kommen.

Die beiden gemeinnützigen Organisationen sind weltweit pharmazeutisch humanitär im Einsatz. In einzelnen Projekten führen sie ihr Know-how auch zusammen.

 

Am Stand D-02 in Halle 6 informiert Apotheker Helfen (AH) über aktuelle Projekte. Als eine große Stärke der Organisation beschreibt Geschäftsführer ­Andreas Wiegand die schnelle Bereitstellung von qualitätsgesicherten ­Arzneimitteln, medizinischen Hilfsgütern und pharmazeutischer Kompetenz im Krisenfall.

Hauptsächlich arbeite AH jedoch an mittel- und langfristigen Gesundheitsprojekten in der ganzen Welt. Um die Versorgung auch in armen abgelegenen Regionen nachhaltig zu verbessern, setze das Hilfswerk zunehmend auf Schulung und Vermittlung von pharmazeutischem Fachwissen und den Aufbau medizinischer Infrastruktur.

 

Gesundheitshaus in 3000 Metern Höhe

 

»Genau aus diesem Grund haben wir unsere Spender um Geld für den Bau eines Mutter-Kind-Gesundheitshauses in Nepal gebeten«, sagte Wiegand gegenüber der PZ. Die Einweihung in Dandaphaya auf etwa 3000 Metern Höhe stehe kurz bevor.

Natürlich geht der Blick auch nach vorne auf neue Projekte. Ein großes Ziel ist es, das Netz der Gesundheitsversorgung im Kibaale-Distrikt in Uganda weiter auszubauen. »Zusammen mit unserem Partner Emesco Development Foundation wollen wir in Kitutu ein Gesundheitszentrum errichten. Die ortsnahe Versorgung ist lebenswichtig für die Bauern in der Region.«

 

Am Stand von AH berichten Kollegen, wie die Spenden in Nepal und anderen Projekten, zum Beispiel in Kaliningrad, im Pamir-Gebirge, im Senegal oder in Uganda, eingesetzt werden und welche Ergebnisse die Organisation ­damit erzielt hat.

Neues AoG-Projekt in Indien

 

»Sind Sie sozial? Falls ja, werden Sie sich am Stand der Apotheker ohne Grenzen in Halle 6 am Stand G-01 sehr wohlfühlen«, verspricht Geschäftsführerin ­Eliette Fischbach. »Falls nein, lassen Sie sich inspirieren und informieren Sie sich dort über die soziale Arbeit der pharmazeutischen Hilfsorganisation.« In vielen Ländern gebe es kranke Menschen in Not, die dringend auf die Leistungen der AoG angewiesen sind, so Fischbach. Neben der schnellen ­Katastrophenhilfe unterhalten die AoG-Apotheker und PTA auch nachhaltige Langzeitprojekte. Gerade startete ein neues dieser Art in Indien, berichtete Fischbach der PZ.

Für AoG sei die jährliche persönliche Präsenz auf der Messe ein Muss. »Charity klingt für viele abstrakt, doch wenn wir persönlich unsere Arbeit erklären, sind viele gern bereit, uns zu unterstützen und Mitglied zu werden«, betonte Fischbach. Wer wissen möchte, wie solche Projekte geplant, realisiert und finanziert werden und wie man womöglich selbst aktiv wird, kann sich auf der Expopharm von erprobten Einsatzkräften beraten lassen. Eine Tombola mit Souvenirs aus den Projektländern sorgt für Spannung und Freude. Und für jeden, der direkt am AoG-Stand Mitglied wird, verspricht die Hilfsorganisation eine kleine Überraschung. »Vorbeischauen lohnt sich also, denn in der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit und der Nothilfe werden immer mehr Pharmazeuten und PTA gebraucht«, sagte Fischbach. »Es ist nie zu spät, auch an andere zu denken.« /

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