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Usutu-Virus erstmals bei einem Menschen in Deutschland nachgewiesen

21.08.2012
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dpa / Zum ersten Mal ist bei einem Menschen in Deutschland eine Infek­tion mit dem tropischen Usutu-Virus nachgewiesen worden. Es sei bei einem Blutspender entdeckt worden, als insgesamt 4200 Blutproben auf Antikörper untersucht wurden, sagte der Virologe Dr. Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut (BNI) für Tropenmedizin in Hamburg. Der betroffene Mann aus Groß-Gerau in Hessen habe nach eigenen Angaben keine Symptome der Krankheit gezeigt.

Das aus Afrika stammende Usutu-Virus hatte im vergangenen Sommer in Südwestdeutschland zu einem Massensterben von Amseln geführt. Auch in diesem Sommer sterben wieder reihenweise Vögel. Usutu-Viren können von Stechmücken (Culex pipiens) auch auf den Menschen übertragen werden.

Nach Meinung der Experten war die Infektion des Mannes zum Zeitpunkt der Blutspende noch nicht lange her. Schmidt-Chanasit warnte davor, den Fund überzubewerten. Es handle sich um einen Fall unter 4200 Proben.

 

Die Infektion kann nach Angaben des Virologen mit Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschlägen verbunden sein. Bei älteren oder geschwächten Menschen könne das Virus im schlimmsten Fall eine Gehirnentzündung auslösen. Die Krankheit könne nur über einen Mückenstich übertragen werden, das bloße Anfassen eines erkrankten Vogels reiche nicht aus. Schmidt-Chanasit forderte Ärzte auf, Proben einzuschicken, wenn Pa­tienten entsprechende Symptome zeigten. / 

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