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Hallesche Krankenversicherung

Führungsrolle bei Privatversicherern

24.08.2010
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Von Siegfried Löffler, Stuttgart / Zum silbernen Jubiläum präsentiert sich die Hallesche Krankenversicherung als »Erfinderin« der privaten Pflegeversicherung. In der Tat waren die Stuttgarter Versicherer 1985 die Ersten, die aktiv auf die demografische Entwicklung reagierten.

Die Hallesche Krankenversicherung gab einen wichtigen Anstoß zugunsten der privaten Vorsorge für den Pflegefall. Dass die Hallesche die Führungsrolle bei den Privatversicherern beibehalten und ausbauen will, zeigt unter anderem der 2007 eingeführte Pflege-Schutzbrief OLGA. Der flexible Pflegetagegeldtarif bietet eine hohe finanzielle Absicherung bis zu 3000 Euro pro Monat. Regelmäßige Dynamisierungsmöglichkeit, auch im Leistungsfall, sowie Verzicht auf Warte- und Karenzzeiten werden ergänzt durch eine 24-Stunden-Garantie zur Organisation von Pflegekräften, Haushaltshilfen und Fahrdiensten.

25 Jahre nach »Erfindung« der privaten Pflege­ver­sicherung gibt es natürlich keinen Zweifel mehr an der Notwendigkeit der Absicherung des Pfle­ge­risikos, das nicht nur für alte, sondern auch für junge Menschen besteht. Schließlich werden in Deutschland täglich 25 unter 65-Jährige durch Unfälle oder schwere Krankheit zum Pflegefall. Schon heute sind rund 2,3 Millionen Bundes­bür­ger pflegebedürftig; ein Drittel von ihnen lebt in Pflegeheimen. Experten befürchten bis zum Jahr 2020 einen Anstieg auf 3 Millionen Pflegebedürf­tige.

 

Deshalb werben die Privat-Versicherer verstärkt für den Abschluss ergänzender Pflegezusatz­versicherungen, die »wichtiger denn je zur optimalen Absicherung des Pflegerisikos sind«.

 

Mit Genugtuung stellt die Hallesche fest, dass im vergangenen Jahr die Zahl ihrer Versicherten von 543 024 um 5,4 Prozent auf 572 756 anstieg. Die Vollversicherung verzeichnet seit Jahren erfreuliche Zuwächse.

 

2009 lag das Wachstum mit 3,7 Prozent, wie auch in den 15 Jahren zuvor, deutlich über dem Durchschnitt der Privaten Krankenversicherungen (PKV), der im Vorjahr lediglich zwei Prozent betrug. In der Pflegepflichtversicherung waren zum Jahreswechsel 254 678 Personen versichert. Die Jahresbeitragseinnahmen erhöhten sich um 5,5 Prozent auf 59,5 Millionen Euro.

 

Weniger Wechselkunden als erwartet

 

Die Auswirkungen des Wechselhalbjahres waren geringer als erwartet, weil die vom Gesetzgeber festgelegte 18-monatige Bindefrist im Basistarif das Risiko, dass Bestandskunden zu anderen PKV-Unternehmen wechseln, eingeschränkt hat.

 

Nach Ansicht der Halleschen lässt sich aus dem zunehmenden Wunsch nach Ergänzung des Versicherungsschutzes um eine private Pflegezusatzversicherung schließen, dass viele Bürger den gesetzlichen Basisschutz individuell und bedarfsgerecht aufstocken wollen. /

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