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Kanada

Grippeimpfungen in Apotheken verbessern Quote kaum

17.08.2016  10:28 Uhr

Von Christina Müller / In vielen kanadischen Provinzen dürfen speziell geschulte Apotheker gegen Grippe impfen. Das Angebot verbessert jedoch die Impfquote in der Bevölkerung kaum im Vergleich zu Provinzen, in denen dieses Recht Ärzten und Krankenschwestern vorbehalten ist.

 

So lautet das Ergebnis einer Studie, die vergangene Woche im Fachjournal »Canadian Medical Association Journal« erschien (DOI: 10.1503/cmaj.151027). Die Autoren um Sarah Buchan von der Dalla Lana School of Public Health der Universität Toronto wollten wissen, ob der schnelle und leichte Zugang zur Grippeimpfung dazu beitragen kann, dass sich mehr Menschen gegen das Virus immunisieren lassen. Dazu werteten sie die Daten der kanadischen Gesundheitsreports von 2007 bis 2014 aus. An den jährlichen Umfragen hatten insgesamt mehr als 480 000 Personen teilgenommen. Die Forscher stellten fest, dass die Impfquote in den Provinzen, in denen Apotheker impfberechtigt sind, mit 30,4 Prozent durchschnittlich nur rund 2,2 Prozent höher lag als im Rest des Landes (28,2 Prozent). Sie weisen jedoch darauf hin, dass ihnen keine Informationen vorlagen, wer die Impfungen durchgeführt hatte. »Daher wissen wir nicht, wie viele Menschen den Versorger gewechselt haben – sprich die Impfung zuvor von einem Arzt und später in einer Apotheke erhalten haben«, schreiben sie. /

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