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GKV bekommt 11 Prozent Rabatt

16.08.2011
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PZ / Die Arzneimittelausgaben sind im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Nach Angaben von IMS Health musste die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in den ersten sechs Monaten des Jahres knapp 14,7 Milliarden Euro bezahlen. Das entspricht einem Minus von 3,5 Prozent.

Die Zwangsrabatte von Apotheken, Pharmagroßhandel und Arzneimittelherstellern sind dabei abgezogen. Bemerkenswert ist, dass den Einsparungen ein Zuwachs der Zahl von zu Lasten der GKV verordneten Packungen von 0,8 Prozent und eine Zunahme der Großpackungen um 4,3 Prozent entgegensteht.

 

Angesichts dieser Zahlen wundert es kaum, dass der Großteil der Einsparungen zulasten von Apothekern, Großhandel und Herstellern erwirtschaftet wurde. Deren Rabatte an die GKV stiegen als Folge des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) dramatisch. So mussten die Apotheker im ersten Halbjahr dieses Jahres 619 Millionen Euro an die GKV abführen. Im ersten Halbjahr 2010 waren es lediglich 526 Millionen Euro. Die Industrie gewährte Preisnachlässe in einer Gesamthöhe von 1,135 Milliarden Euro gegenüber 518 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum und der Großhandel 84 Millionen Euro. Er war 2010 noch gänzlich verschont worden. Laut IMS Health summiert sich der Anteil der Zwangsrabatte aller Marktbeteiligten auf 11 Prozent der Arzneimittelausgaben. /

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