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Kongo

Ebola-Ausbruch weitet sich aus

07.08.2018
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dpa / Das Ebola-Virus breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo nach ersten Zahlen der örtlichen Gesundheitsbehörden schnell aus. Am vergangenen Wochenende ging die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits von 43 bestätigten oder wahrscheinlichen Fällen aus.

 

33 weitere Krankheitsfälle würden überprüft, wie die Organisation berichtete. Nach Laboranalysen bestätigt waren bis Sonntag 13 Ebola-Fälle. 33 Menschen sind an Symptomen wie Fieber und Blutungen gestorben, die auf Ebola hindeuten. Drei Gesundheitsfachkräfte seien seit Bekanntwerden der Fälle Ende Juli erkrankt, zwei von ihnen gestorben.

 

Erst am 24. Juni hatten die Behörden im Kongo einen Ebola-Ausbruch 1500 Kilometer weiter westlich für beendet erklärt. Dabei gab es insgesamt 54 Verdachtsfälle und 33 Menschen starben. In den neuen Krisengebieten um die Städte Beni und Mangina sollen Menschen, die möglicherweise mit Kranken oder deren Verwandten in Kontakt waren, möglichst bald geimpft werden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Da man gerade aus einer Epiedemie komme, habe die WHO ihre Mitarbeiter und die Ausrüstung direkt vor Ort gelassen, erklärt Dr. Matshidiso Moeti, WHO-Direktor der Region Afrika. Dadurch hätte man einen zeitlichen Vorteil.

 

Der Osten des Kongos ist seit Jahrzehnten instabil. In der Region kämpfen mehrere Milizen, denen es vor allem um die Kontrolle von Land und Bodenschätzen geht. In dem Gebiet um die Stadt Beni leben Hunderttausende durch die Kämpfe vertriebene Menschen.

 

Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheits­­­erregern der Welt. Bei einer verheerenden Epidemie 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 11 000 Menschen. /

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