Pharmazeutische Zeitung online

Albträume bei Langschläfern häufiger

01.08.2017
Datenschutz bei der PZ

Von Daniela Hüttemann / Grübeln vor dem Schlafengehen und eine Schlafdauer länger als neun Stunden – diese Faktoren begünstigen einer neuen Studie zufolge das Auftreten von Albträumen.

 

Forscher der Universität Oxford um Stephanie Rek hatten für die Untersuchung 846 Menschen aus der britischen Normalbevölkerung zu ihren nächtlichen Erlebnissen befragt. Sie fanden heraus, dass Alkohol und Sport die Häufigkeit und Schwere von Albträumen nicht beeinflussen, wohl aber eine Schlafdauer von mehr als neun Stunden und das Grübeln über Zukunftssorgen oder was man in der Vergangenheit falsch gemacht haben könnte.

 

Träume treten vor allem in den REM-Phasen des Schlafs auf, die in der späten Nacht beziehungsweise am frühen Morgen häufiger sind als in der ersten Nachthälfte. Wer ­länger schläft, erlebt vermutlich zum Ende hin mehr REM-Phasen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Albträumen.

 

Möglicherweise liegt die Kausalität aber auch genau ­anders herum. So wird der Schlaf von Menschen, die unter ­Albträumen leiden, häufiger unterbrochen, was sie länger im Bett bleiben lässt, um den Schlaf nachzuholen und die ­Sorgen am nächsten Tag verstärkt. So oder so könnte eine kognitive Verhaltenstherapie den Betroffenen helfen, mit ihren Sorgen besser umzugehen und Albträume zu vermeiden, vermutet Rek (»Social Psychiatry and Psychiatric Epidemio­logy«, DOI: 10.1007/s00127-017-1408-7). /

Mehr von Avoxa