Pharmazeutische Zeitung online
Migräne

Oraler Wirkstoff mit guten Studiendaten

25.07.2018  09:26 Uhr

Von Sven Siebenand / Das Neuropeptid Calcitonin Gene-related Peptide (CGRP) ist an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Migräneanfällen beteiligt. ­Anti-CGRP-Antikörper wie Erenumab, Galcanezumab, Eptinezumab und Fremanezumab befinden sich in der fort­geschrittenen Entwicklung.

Stiller ist es inzwischen um orale CGRP-Rezeptor-Ant­agonisten geworden, in die man vor einigen Jahren große Hoffnungen gesetzt hatte. Der Wirkstoff Telcagepant schaffte es aufgrund hepatischer Nebenwirkungen jedoch nicht bis zur Zulassung.

Nun wurden beim Jahrestreffen der American Headache Society in San Francisco Phase-III-Daten zu einem anderen oralen CGRP-Rezeptor-Antagonisten vorgestellt: Rimegepant. In der placebo­kontrollierten Doppelblindstudie »Study 302« erhielten 537 Patienten eine Einzeldosis von 75 mg Rimegepant zur Behandlung einer Migräneattacke, 535 andere ein Placebo. In der Verumgruppe erreichten 20 Prozent der Probanden zwei Stunden nach der Applikation Schmerzfreiheit, unter Placebo nur 12 Prozent. Nach zwei Stunden waren in der Rimegepant-Gruppe 38 Prozent der Patienten von Photophobie befreit, unter Placebo nur 25 Prozent. Rimegepant wurde gut ­vertragen und es gab kein Anzeichen für Leber­komplikationen. Neben Rimegepant befindet sich als oraler CGRP-­Rezeptor-Antagonist unter anderem Ubro­gepant in der Entwicklung. /

Mehr von Avoxa