| Annette Rößler |
| 24.04.2026 16:00 Uhr |
Bei einer akuten Migräneattacke sind derzeit Triptane die Mittel der ersten Wahl. Eine Alternative ist der orale CGRP-Rezeptorantagonist Rimegepant – und bald wahrscheinlich auch Atogepant. / © Adobe Stock/Oleksii
Das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) ist eine mittlerweile gut etablierte Zielstruktur bei Migräne. Neben diversen Antikörpern, die parenteral verabreicht werden, greifen auch die beiden oral verfügbaren Wirkstoffe Atogepant (Aquipta®) und Rimegepant (Vydura®) am CGRP-Rezeptor an. Während Rimegepant für die Akutbehandlung von Migräneanfällen und zur Prophylaxe von episodischer Migräne eingesetzt werden darf, ist Atogepant bislang lediglich zur Prophylaxe zugelassen.
Das soll sich nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) jedoch bald ändern. Die Behörde spricht sich aktuell dafür aus, die Indikation von Aquipta wie folgt zu erweitern: zur Akutbehandlung der Migräne mit oder ohne Aura bei Erwachsenen. Eine Anwendungsempfehlung für die neue Indikation hat die EMA noch nicht veröffentlicht. Zur Migräneprophylaxe wird die Anwendung von einmal täglich 60 mg Atogepant in Tablettenform empfohlen. Aquipta ist derzeit als Tabletten à 10 mg und 60 mg verfügbar.