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Münchener Apotheke zufrieden mit Amazon-Kooperation

19.07.2017
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Münchener Apotheke zufrieden mit Amazon-Kooperation

Von Jennifer Evans / Der Medikamenten-Blitzversand in Kooperation mit dem US-Versandhändler Amazon entwickelt sich »sehr zufriedenstellend«. Das hat Michael Grintz, Inhaber der Bienen-Apotheke am Laimer Platz in München, diese Woche gegenüber der PZ bestätigt. Seit Mai arbeitet seine Apotheke mit dem Versender zusammen. Zwischen 8 und 22 Uhr können Amazon-Prime-Now-Mitglieder seitdem in München innerhalb einer Stunde ihre bestellten Arzneimittel erhalten.

 

»Die Abläufe sind gut abgestimmt und die eingehenden Bestellungen können von uns ohne Probleme abgearbeitet werden«, so Grintz. Der ultra­schnelle Service werde gebraucht und bestimmt in Zukunft auch noch aus­gebaut.

Dem Apotheker zufolge sind die klassischen Prime-Now-Kunden technik­affine Männer zwischen 20 und 40 Jahren. Bislang hätten sich aber noch keine Arzneimittel herauskristallisiert, die besonders häufig bestellt würden. Die Nachfrage umfasse das gesamte Sortiment: OTC-Präparate, apothekenexklusive Nahrungsergänzungsmittel sowie Apothekenkosmetik. »Vom Erkältungsmittel bis zum Insektenschutz ist alles dabei«, sagte Grintz, der auch noch drei weitere Apothekenfilialen in der bayerischen Landeshauptstadt betreibt.

 

Beobachtet habe er allerdings, dass sich oft eine sehr persönliche Geschichte um jede der schnellen Bestellungen rankt, wie etwa die eilige Lieferung eines Allergiemittels vor einem wichtigen Business-Meeting.

 

Der zusätzliche Service allerdings, dass während der Apotheken-Öffnungszeiten ein Pharmazeut für heil­berufliche Rückfragen zur Verfügung steht, wird nach Grintz’ Angaben so gut wie nicht genutzt. »Die Anrufe beziehen sich derzeit meist auf logistische Fragen.« /

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