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HIV-Patienten profitieren von neuen Therapien

07.07.2008  15:57 Uhr

HIV-Patienten profitieren von neuen Therapien

PZ / Die Sterblichkeit von HIV-Patienten ist seit der Einführung der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) deutlich zurückgegangen. Das belegt eine Studie von Krishnan Bhashkaran und Kollegen vom Londoner Medical Research Council (MRC) im Fachjournal »JAMA«. Sie stützen sich auf eine Datenbank des MRC, die mittlerweile Einträge von über 16 534 HIV-Infizierten seit 1981 umfasst. 2571 der Patienten sind inzwischen gestorben. Dagegen wären 235 Todesfälle in einer gleichaltrigen Stichprobe aus der Allgemeinbevölkerung zu erwarten. Doch trat etwa die Hälfte der Todesfälle vor 1996 auf, also vor der Einführung von HAART. Entsprechend ist auch die sogenannte Übersterblichkeit seither deutlich zurückgegangen. Vor 1996 lag sie bei 40,8/1000 Personenjahre, im Zeitraum 2004 bis 2006 hingegen bei 6,1/1000 Personenjahre. Eine Rolle für die Sterblichkeit scheinen das Alter, zusätzliche Erkrankungen und der Infektionsweg zu spielen. So hatten HIV-infizierte Drogenkonsumenten zwischen 2004 und 2006 ein fast viermal so hohes Sterberisiko wie HIV-infizierte homosexuelle Männer.

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