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Sprachtests für Ärzte und Apotheker

26.07.2013
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Von Stephanie Schersch / Ausländische Ärzte und Apotheker sollen künftig einen verbindlichen Sprachtest absolvieren müssen, bevor sie eine Stelle in Deutschland antreten. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder vergangene Woche auf einer gemeinsamen Konferenz in Potsdam verständigt.

 

Demnach soll diese Regelung neben Ärzten und Apothekern auch Psychotherapeuten und Zahnärzte betreffen. Die Heilberufler müssten »sowohl über ausreichende Kenntnisse der deutschen Umgangssprache als auch der medizinischen Fachsprache verfügen«, heißt es in dem ent­sprechenden Beschluss der Gesundheitsminister. Nur eine gute Kommunikation »bietet Schutz vor Missverständnissen und Unklarheiten, die einer richtigen Diagnose und Therapie sowie einer Therapietreue entgegenstehen können«.

 

Die Gesundheitsminister wollen nun Eckpunkte für ein einheitliches Verfahren zur Überprüfung der erforderlichen Sprachkenntnisse entwickeln. Rheinland-Pfalz dient dabei als Vorbild. Hier ist bereits seit eineinhalb Jahren ein Sprachtest für Heilberufler aus dem Ausland Pflicht. Dieser beinhaltet ein simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch und ein fingiertes Gespräch zwischen Kollegen. Mit dem Verfahren habe man gute Erfahrungen gemacht, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD). Das Votum der Länder für einheitliches Sprachtests sichere daher »ein Mehr an Vertrauen und vor allem ein Mehr an Patientensicherheit«. Bis zur nächsten Gesundheitsministerkonferenz im Jahr 2014 sollen die Eckpunkte stehen. /

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